In 80 Takten um die Welt
Drispenstedter Netzwerk startet mit einem „Auftakt“ die musikalische Revue durch mehrere Länder und Kulturkreise
„Drum-Circle“ in Drispenstedt
Etwa 130 Kinder und Erwachsene bilden am 11.4. um 10 Uhr einen solchen Trommelkreis zum Auftakt des neuen Stadtteilprojekts. Wie anders als rhythmisch und unter lautem Getöse lässt sich eine solche Weltreise beginnen?
Zum Auftakt lädt das Netzwerk aller Kindertagesstätten und Grundschulen des Stadtteils gemeinsam mit dem Stadtteiltreff, dem Kinder- und Jugendhaus, dem Familientreff, der Lebenshilfe, der Initiative ZAck und dem Stadtteilmanagement in die Aula der Ganztagsschule Drispenstedt ein.
Neben einer Einführung in das Projekt wird ein erstes selbst komponiertes Lied eingeübt und der Bühnenaufbau kennen gelernt. Der Auftakt richtet sich zunächst an die Kinder und den beteiligten Chor der Lebenshilfe, die Notenträumer. Gleichermaßen eingeladen sind aber auch die am Mitmachen interessierten Eltern und engagierte Bewohner und Bewohnerinnen des Stadtteils. Das Projekt ist zugleich der Beitrag Drispenstedts zum Hildesheimer Themenjahr 2011 – Leben Lernen/Lernen Leben und wird neben dem Beitrag der beteiligten Einrichtungen finanziell gefördert von der Johannishofstiftung, der Bürgerstiftung und dem Modellvorhaben Soziale Stadt Drispenstedt. Die Aufführung ist am 2. Juli in der Aula der Schule. Alle Termine am Ende der Seite
Eigentlich ist es jedes Mal ein Experiment, auch wenn sich die einzelnen Netzwerkpartner schon recht gut kennen und schon mehrfach gemeinsam Projekte auf die Beine gestellt haben. Bewegungstage und das jährlich gemeinsam organisierte Fest zum Weltkindertag sind Früchte dieser Kooperation.
Zuletzt wurde das Netzwerk auf Bundesebene mit dem 1. Preis als Initiative des Jahres für den „Drispenstedter Grüngürtel“ - die Schaffung neuer Sport- und Freizeitflächen beim Wettbewerb „Mission Olympic“ geehrt.
Diesmal nun also Musik, die Sprache, die uns alle verbindet! Dis-)harmonien, melodische Läufe, bezaubernde Stimm(ung)en - die Vielfalt der Sprache der Musik prägt die Weltreise und thematisiert inhaltlich die kulturelle Vielfalt menschlichen Lebens in "intakter" Natur, manchmal in Moll, immer häufiger in Dur. Die vielschichtige Sprache der Musik nimmt uns mit auf diese Reise in 80 Takten.
Lernen findet bei einem solchen Großprojekt auf mehreren Ebenen statt und die Erwachsenen lernen bestimmt fast genau so viel wie die Kinder. Was passiert aber genau und vor allem, was wird dabei gelernt? Musikalisch, im sozialen Miteinander, aber auch sprachlich oder handwerklich beim Gestalten der Requisiten und Kostüme? Dieser Frage gehen während des gesamten Projektverlaufs bis Anfang Juli Studierende eines Seminars der HAWK zur qualitativen Sozialforschung unter der Leitung von Martina Oster nach.
Entstanden ist die Idee zu dem Projekt aus der Feststellung, dass in vielen Einrichtungen im Stadtteil bereits mit unterschiedlichem Aufwand und unterschiedlichen Möglichkeiten musiziert wird. Die Vision besteht darin, zukünftig jedem Kind Instrumentalunterricht oder mindestens musikalische Förderung zu ermöglichen.
| Die Termine: | ||
| Mo. 11. April | 10:00 Uhr | Auftakt-Veranstaltung |
| 27.-28. Mai | Vorbereitungsworkshops im "Stundentakt" | |
| 27.-30. Juni | Projektwoche | |
| 1. Juli | 15:30 Uhr | Generalprobe |
| 2. Juli | 16:00 Uhr | Aufführung |